1. Grundlagen
1.1. Warum eigene Docker-Images bauen?
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Docker-Images können aus Docker-Registries gepullt werden
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Oft ist es aber sinnvoll, ein eigenes Image zu bauen.
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Man kann so seine Applikation in einem Image verpacken, um sie überall lauffähig zu machen, ohne sich um die Umgebung kümmern zu müssen.
1.2. Lab
1.2.1. Aufgabe: Hello World Image
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Erstellen Sie ein verzeichnis
hello-worldund wechseln Sie in dieses Verzeichnis. -
Erstellen Sie eine Datei
hello2.txtmit dem Inhalt "Hello World!". -
Erstellen Sie ein minimalistisches Dockerfile, das ein Basisimage (
ubuntu:latest) verwendet. *FROM ubuntu:latest RUN apt update RUN apt dist-upgrade -y RUN echo Hallo > greet.txt RUN ( . /etc/os-release ; echo $VERSION_ID ) RUN ls -lah WORKDIR app2 RUN ls -lah COPY *.txt .docker build -t hello-world . docker run --rm -it hello-world -
Fragen:
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Warum wird dieser Container mit -it (interaktives Terminal) gestartet?
Antwort
Dieser Container würde ohne -it sofort wieder beendet werden, da kein Kommando ausgeführt wird, das den Container am Leben hält. Mit -it können wir in den Container hineinsehen und interagieren, um die Ausgabe der Befehle zu sehen und zu verstehen, was im Container passiert.
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Wie kann man sich alle Images ansehen?
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Wie kann man sich alle Container ansehen?
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Wie kann man sich die Schichten (Layers) eines Images ansehen?
Antwort
docker history hello-world
resultIMAGE CREATED CREATED BY SIZE COMMENT 5cfde82af460 3 hours ago COPY *.txt . # buildkit 11B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 hours ago RUN /bin/sh -c ls -lah # buildkit 0B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 hours ago WORKDIR /app2 0B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 hours ago RUN /bin/sh -c ls -lah # buildkit 0B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 hours ago RUN /bin/sh -c ( . /etc/os-release ; echo $V… 0B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 hours ago RUN /bin/sh -c echo Hallo > greet.txt # buil… 6B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 hours ago RUN /bin/sh -c apt dist-upgrade -y # buildkit 33.2MB buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 hours ago RUN /bin/sh -c apt update # buildkit 62.2MB buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) CMD ["/bin/bash"] 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) ADD file:6089c6bede9eca8ec… 101MB <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) LABEL org.opencontainers.… 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) LABEL org.opencontainers.… 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) ARG LAUNCHPAD_BUILD_ARCH 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) ARG RELEASE 0B
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Wie kann man die Schichten eines Images reduzieren?
Antwort
Indem man mehrere RUN-Kommandos mit && verbindet, um so die Anzahl der Layer zu reduzieren. Es gibt auch andere Möglichkeiten, wie zB das Verwenden von Multi-Stage Builds, um unnötige Dateien und Schichten zu vermeiden.
FROM ubuntu:latest RUN apt update && \ apt dist-upgrade -y && \ echo Hallo > greet.txt && \ ( . /etc/os-release ; echo Ubuntu $VERSION ) && \ ls -lah WORKDIR app2 RUN ls -lah COPY *.txt .resultIMAGE CREATED CREATED BY SIZE COMMENT 17b2acc6929b 4 seconds ago COPY *.txt . # buildkit 12B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 4 seconds ago RUN /bin/sh -c ls -lah # buildkit 0B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 4 seconds ago WORKDIR /app2 0B buildkit.dockerfile.v0 <missing> 4 seconds ago RUN /bin/sh -c apt update && apt dist-up… 95.4MB buildkit.dockerfile.v0 <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) CMD ["/bin/bash"] 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) ADD file:6089c6bede9eca8ec… 101MB <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) LABEL org.opencontainers.… 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) LABEL org.opencontainers.… 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) ARG LAUNCHPAD_BUILD_ARCH 0B <missing> 3 weeks ago /bin/sh -c #(nop) ARG RELEASE 0B
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1.2.2. Abschließende Bemerkungen
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Uns fällt auf, dass die Ausgaben von ls und echo nicht am Bildschirm ausgegeben werden, sondern in den Layern des Images gespeichert werden.
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Das liegt daran, dass jedes RUN-Kommando in einem eigenen Layer ausgeführt wird und die Ausgabe dieses Kommandos in diesem Layer gespeichert wird. Wenn wir also mehrere RUN-Kommandos haben, werden die Ausgaben in den jeweiligen Layern gespeichert und nicht am Bildschirm ausgegeben.
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Abhilfe schafft hier die Verwendung von
--progress=plain --no-cachebeim Builden des Images, um die Ausgaben der RUN-Kommandos am Bildschirm zu sehen.docker build --no-cache \ --progress=plain \ -f Dockerfile2 \ -t hello-world . -
Diese Ausgabe ist besonders hilfreich, um zu verstehen, was in den einzelnen Layern passiert, und um Fehler zu debuggen.
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Auch sollte man die Caches löschen, die zB bei der Verwendung von
aptentstehen, da diese sonst in den Layern gespeichert werden und das Image unnötig groß machen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten, zBapt cleanoderrm -rf /var/lib/apt/lists/*am Ende eines RUN-Kommandos, um die Caches zu löschen.Die optimierte Version des Dockerfiles mit Cache-Bereinigung und einem CMD, damit der Container nicht sofort wieder beendet wird.FROM ubuntu:26.04 RUN apt update \ && apt dist-upgrade -y \ && echo Hallo > greet.txt \ && apt clean \ && rm -rf /var/lib/apt/lists/* /tmp/* /var/tmp/* WORKDIR /app2 COPY *.txt . CMD ["/bin/bash"] -
Auch wurde das Basisimage von
ubuntu:latestaufubuntu:26.04geändert, um eine festgelegte Version zu verwenden und so die Reproduzierbarkeit des Images zu gewährleisten.
1.2.3. Zusammenfassung
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Man benötigt eine Textdatei mit dem Namen
Dockerfile(ohne extension). Wird eine andere Datei verwendet, muss diese mit-fangegeben werden, zBdocker build -t hello-world -f Dockerfile.dev . -
Wie in einem Script kann eine Umgebung für das Programm gebaut werden. Dadurch wird das Image so konfiguriert, dass am Ende die Applikation im docker-Container laufen wird.
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Es gibt hierfür mehrere Kommandos, die wir nun kennenlernen werden.
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Jedes Kommando ist ein eigener Layer, daher werden RUN - Kommandos oft mit && verbunden, um die Anzahl der Layer zu reduzieren. → Minimize the number of layers
2. FROM
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Zum Auswählen des 'Base Images*
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Man kann hierfür ein Betriebssystem wählen zB u buntu, alpine oder bereits mit einer Applikation, wie zB nginx, mariadb, postgres, node, …
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gibt man keine docker-registry an, wird automatisch https://hub.docker.com verwendet
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Die Syntax des FROM-Kommandos sieht wie folgt aus:
FROM [--platform=<platform>] <image>[:<tag>] [AS <name>]
FROM openjdk:20-jdk
FROM --platform=linux/arm64 20-jdk
FROM openjdk:latest
FROM openjdk:20-jdk
FROM --platform=linux/arm64 eclipse-temurin:20-jammy
public class HelloWorld {
public static void main(String[] args) {
System.out.println("Hello world!");
}
}
3. Beispiel 1
FROM openjdk:latest (1)
COPY ./src . (2)
RUN javac HelloWorld.java (3)
CMD java HelloWorld (4)
| 1 | Nur beim Entwickeln :latest verwenden |
| 2 | Kopiert alle Files from Ordner ./src in den aktuellen Ordner im Image (root) |
| 3 | RUN führt ein Kommando aus |
| 4 | CMD ist der eine Befehl, weswegen der Container gestartet wird. |
docker build -t hello-world .
docker run --name hello-world hello-world:latest
docker container ls -a
docker container rm hello-world
4. Beispiel 2
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Es wird nur das image gewechselt → Java auf Ubuntu
FROM eclipse-temurin:20-jammy
COPY ./src .
RUN javac HelloWorld.java
CMD java HelloWorld
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Nun ist genau festgelegt
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welches JDK verwendet wird → temurin 20
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welches OS verwendet wird → Ubuntu 22.04 LTS Jammy Jellyfish
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docker build -t hello-world .
docker run --rm \ (1)
--name hello-world hello-world:latest
| 1 | rm … remove → der gestoppte Container wird automatisch gelöscht |
5. Beispiel 3
<!DOCTYPE html>
<html lang="en">
<head>
<meta charset="UTF-8">
<title>HTL</title>
</head>
<body>
<h1>My Personal Site</h1>
<p>
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</p>
<p>
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</p>
</body>
</html>
FROM ubuntu:22.04
MAINTAINER stuetz
RUN apt update
RUN apt install -y nginx
COPY index.html /var/www/html/index.nginx-debian.html
EXPOSE 80
ENTRYPOINT ["/usr/sbin/nginx", "-g", "daemon off;"]
# build the image
docker build -t my-webserver:v1.0 .
# start the container
docker run --rm \
-p 8080:80 \
--name my-web my-webserver:v1.0
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Man würde eher ein fertiges nginx-image verwenden, als es zu bauen.
6. CMD
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Jeder Docker Container führt nur EIN Kommando aus:
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CMD oder
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ENTRYPOINT
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Alle .sh files die in
/docker-entrypoint.denthalten sind, werden automatisch beim Starten des Containers ausgeführt. [source]
FROM ...
CMD ["tail", "-f", "/dev/null"]
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Dieses Kommando verhindert, dass der Docker Container beendet wird.